Schnee im Oktober/ Wechsel zum Finnland-Wwoofing

Montag, 15.10.2018

Alles weiß - wir hatten hier Schnee seit dem 5.10., mittlerweile ist aber seit Tagen wieder Tauwetter und Plusgrade..also richtig warm:-). Da brauche ich noch immer nicht die ganz dicken Winterstiefel, die ich mir von dem Globetrotter - Gutschein, den mir meine Sport-Madels zum Abschied geschenkt haben, bestellt habe. Aber so langsam wäre ich klamottenmäßig bestens ausgerüstet für den skandinavischen Winter - die 2 gefütterten Fjällräven-Hosen von Simone warten auch noch auf ihren Einsatz..:-). 

Als ich hier am 25.9. ankam, wurde es erst 19/19.30Uhr dunkel, mittlerweile ist der Sonnenuntergang jetzt schon 17.20Uhr, dunkel ist es dann tatsächlich erst ne halbe Stunde später.. Trotzdem geht es verdammt schnell. Wenn wir nachmittags - sobald es um die 0° sind - trainieren, müssen wir gegen 15Uhr raus bzw beginnen, die Hunde einzuspannen. 15.30Uhr sollte es losgehen, sonst wird es hintenraus zu spät, aber das anschließende 17Uhr-füttern wird wohl demnächst eh im Dunkeln stattfinden. Allerdings erlebe bzw. mache ich das nicht mehr lange..

Am 11.10. habe ich mich nämlich tatsächlich entschieden, nur noch bis 02.11. hierzubleiben und gemeinsam mit Simone, nachdem sie ein paar Tage hier war, zurückzufahren nach Eräkeskus. Von dort aus starte ich am 11.11. in den Südwesten Finnlands, nach Karjalohja, zum WWOOFen, wird das erste Mal für mich:-). "Wwoof" (=worldwide opportunities on organic farms) ist ein internationales Programm für Freiwilligenarbeit, und beinhaltet Arbeit auf Farmen verschiedener Art, ebenfalls gegen Kost und Logis, wie es bei mir schon seit Juni der Fall ist.

https://wwoofindependents.org

Man meldet sich online an, zahlt einen kleinen Jahresbeitrag und kann ein Land wählen, sich dann durch dort angemeldete und mit Fotos/ Beschreibungen vorgestellte Farmen klicken, und diverse Filter einstellen (für mich war das Wwoofing with pets). Wenn was Passendes dabei ist, stellt man einen "Request Stay", also eine Anfrage mit dem Wunsch-Ankunftsdatum, schreibt ne nette Mail dazu und wartet ab. Fertig :-). Im Falle des Finnland - Wwoofing hatte ich am selben Nachmittag eine Antwortmail mit 2/3 Fragen und am nächsten Mittag schon die Zusage.. Dort wird nicht so viel Schnee liegen wie in Nordschweden oder Karelien, wahrscheinlich eher Matsch, aber egal:-). Dafür freue ich mich drauf, etwas Neues kennenzulernen, eine andere Art von Arbeit zu machen und die Vorweihnachtszeit sowie meinen Geburtstag im Süden Finnlands zu verbringen - zumal Simone mich die letzten Tage besuchen kommt..

Trotz allem genieße ich die letzten 2,5 Wochen hier, vor allem bei dem tollen Wetter und 10/14° :-). Und hier noch einige süße Momente der letzten Tage :

Inspektion meiner Terrasse :-) :

bei tollem Wetter am See: Gassirunde mit Annika und Socke.. 

fast wie zuhause auf dem Balkon..ein Strandkorb:

Besucher beim Fenster putzen 😍..Benni schaute mal rein:

Während ich fleißig am Fensterputzen war, sind die 6 Welpen gestern Nachmittag mit ihrer Mama Lilly in einen (anderen) Zwinger umgezogen, in dem sie zumindest immer ab dem Abend sind: nun haben sie dort zwar weniger Platz als auf dem Gelände, können aber auch nicht so viel Unsinn machen. Dafür waren sie während des Mittagessens mit im Haus und lagen, wenn sie mal kein Handtuch oder Hausschuh weggeschleppt haben, quer in der Küche durcheinander im Weg..😇

Mit Benni, dem süßen Besucher am Fenster, waren wir heut Mittag auf großer Waldrunde. Nach anfänglicher Schüchternheit und Ungläubigkeit, mitkommen zu dürfen (er blieb immer wieder stehen und guckte mich unsicher an), ging es los mit dem Toben, Herumrennen und Spielen - absolut cool und süß, die zwei wilden, jungen Herren :-). Hatte aber leider nix zum fotografieren dabei..

Hinterher war eine angenehme Stille in meinem Gästehaus: Benni lag schlafend auf der Terrasse und Socke schnarchte im Wohnzimmer - sie wie jetzt auch..ist schon gemütlich hier mit Buch, eingeheiztem Ofen, einen Radler und der Ruhe..:-)

Bis bald..

Merasjärvi / Training mit Quad/ Welpenwurf

Mittwoch, 10.10.2018

Nun bin ich schon über zwei Wochen hier, der Tagesablauf hat sich eingependelt. Morgens nach einer Gassirunde durch die seit einigen Tagen zu geschneite, leider langsam tauende Landschaft, beginne ich mit dem Füttern aller Hunde, anschließend Frühstückspause. Bis zum Mittagessen, welches gemeinsam eingenommen wird, benötige ich ab 10.30Uhr 2/3h zum Saubermachen der Zwinger, bei 20 Stück braucht man eine Weile. Nach dem Mittagessen schließt sich zur Gassirunde oft Annika mit an, da wird unterwegs richtig getobt..

Am Nachmittag ist dann meist - seit vier Tagen - endlich Training angesagt :-). Dabei machen wir den Quad mit Hänger startklar, spannen nacheinander 10-12 Hunde ein und fahren anschließend ca. 45min in moderaten Tempo durch die nordschwedische Landschaft.. Pause ist an einem See, wo die Hunde Wasser und lobende Streicheleinheiten bekommen und im Anschluss kehren wir zurück. Hunde wieder ausspannen, Zuggeschirre ausziehen, hinterher alle füttern - und gegen 17.30 Uhr ist Feierabend..  Nach 4 Tagen sind alle Hunde mal draußen gewesen, rotierendes System.. Die im April geborenen Junghunde dürfen abwechselnd frei mitlaufen, nebenher. Nasse, Svante, Annika, Selma oder Sigrid machen das ganz gut, ist trotzdem ziemlich wuselig und auf dem Quad sitzend müssen wir da während des Fahrens ziemlich aufpassen. 

Hier Eindrücke von den ersten Fahrten:

Pause am See.. 

 

Beim Zurückkommen und immer, wenn ich hier über den Hof gehe, sind die Welpen irgendwo unterwegs und entdecken Stück für Stück die Umgebung. Socke ist von den Kleinen ziemlich begeistert, weiß aber nicht, wo er beginnen soll mit spielen, wenn die 6 gleichzeitig angewuselt kommen :-).

Hier saß ein kleiner Wachhund vor "meinem Gästehaus"..:-)

Obwohl ich mit den Hunden zurechtkomme, die Unterkunft schön ist und Socke sich meist wohlfühlt, ist es insgesamt doch nicht das, was ich mir erhofft hatte. Die Art der Arbeit bzw. die Erwartungen von Birgit an Saisonhelfern ist hier ein gewaltiger Unterschied zu denen in Eräkeskus, Kollegen - oder Familienanschluss ist nicht wirklich gegeben, ich brauche - anders als erwartet, kein Englisch, Gästekontakt besteht bis zu den ersten Touren im Dezember auch nicht und ich lerne nicht das bzw. habe nicht die Aufgaben, die ich zusätzlich erwartet habe.

Also kam mir heute Nachmittag die Idee, ab Mitte November, also die letzten 5 Wochen, bevor ich über Weihnachten bis Ende Januar nach Karelien zu Eräkeskus zurückkehre, in Finnland zu WWOOFen. Gefunden habe ich online einige Möglichkeiten, auch mit Haustier und incl. Winter-Wwoofing, was ja nicht überall angeboten wird. Mal schauen, was in den nächsten Tagen aus dieser Idee wird..:-)

Bis bald.. 

Caro und Socke 

Rovaniemi/ die ersten Tage: Huskykompaniet

Sonntag, 30.09.2018

Am 25.09. sind Socke und ich, nachdem wir das reparierte Auto (nach 6km Fußmarsch bis Kuusamo) gegen elf abgeholt haben, vom Hotel aus gestartet. Dort musste ich nochmals hin, auschecken, Auto beladen, tanken, los. Nach einer Gassi-Pause im kalten, aber schön an einem Fluss gelegenen Rovaniemi, bei der ich tatsächlich erstmals Mütze und Handschuhe raussuchte, kamen wir gegen 18.30Uhr bei der Huskykompaniet in Merasjärvi (2h östlich von Kiruna) an, nach etwa 5,5h Fahrt.

Birgit, Deutsche und seit 25 Jahren Inhaberin der Huskykompaniet, zeigte mir das Gästehaus, in dem ich  (trotz 2 Schlafzimmern mit jeweils 2 Betten) alleine wohne. Anschließend musste das Auto ausgeladen und die ganzen Sachen ausgepackt werden, bevor wir auf die erste kurze Gassirunde auf schwedischem Boden starteten. 

Am nächsten Tag bin ich von Birgit eingearbeitet worden, habe alles kennengelernt, bin beim Füttern der Hunde mitgelaufen, habe versucht, mir 50 neue Namen einzuprägen, Welpen geknuddelt, und und und. .  1000 neue Eindrücke, das Vermissen von Eräkeskus und den Welpen und das viele, ungewohnte Alleinsein, ohne Kollegen und Simone, machten die Eingewöhnungstage nicht leicht. Auch erste landschaftliche Eindrücke auf der Gassirunde halfen da nicht wirklich ..

Dazu kam, dass ich den direkten Vergleich mit (der Hundehaltung in) Eräkeskus habe - die mir wesentlich besser gefiel, weil kein Hund dort einzeln untergebracht ist und alle Hundegruppen täglich ihren Auslauf haben, spielen und toben können während der Zwinger-Säuberung. Hier wird morgens gegen 9Uhr gefüttert, später am Vormittag sollen alle Zwinger kurz durchgeputzt werden, 17Uhr ist die 2. Fütterung und das wars auch schon. Wie soll man sich 50 Namen einprägen, wenn man, solange noch kein Training ist, nur 5min pro Tag Kontakt hat mit den Hunden ??!  😳 Also lasse ich mir beim Zwingerputzen einfach Zeit, bin bis zum Mittag damit beschäftigt und lerne so alle Hunde besser kennen..:-)

Ich war anfangs erstaunt über so eine andere Art, eine Huskyfarm zu betreiben, fast ohne übernachtende Gäste im Winter, nur Tagestouren. Die Hunde haben zwar schöne, große Zwinger, das Gelände ringsherum ist weiträumig und hätte ausreichend Platz für einen eingezäunten Freilauf.. Aber wenn noch kein Herbst - Training stattfindet oder keine Schlitten-Touren sind, stehen bzw. liegen die Hunde nur im Zwinger herum, haben wenig Auslauf..ist echt schade. Birgit hat erst seit 2/3 Jahren Aushilfen, vorher hat sie alles allein mit ihrem Mann gemacht - neben ihrem Vollzeitjob mit Nachtschichten in einem Pflegeheim. Viel Arbeit..

Aber ok, ich helfe auch hier, wo ich kann, habe nicht an Abbruch gedacht, aber es ist völlig anders, als ich es bisher kennengelernt habe. Bis Mitte Januar wird das wohl hinzukriegen sein..und bei nur 5/6h Arbeit pro Tag und 3 Gassirunden (noch per Fahrrad, bald wahrscheinlich auf Langlaufski) habe ich abends genug Zeit, um finnisch zu lernen und die ganzen mitgebrachten Bücher endlich zu lesen:-). Dann wird die Reisetasche nämlich leichter, falls ich nicht neue Bücher hier im Regal finde :-). 

Das ca 60qm große, liebevoll eingerichtete Gästehaus:

Farm-Gelände mit Schuppen für Feuerholz:

Der süße Welpenwurf kam Ende August zur Welt.. 

Mein verrückter Collie, der hier neulich morgens schon die ersten Schneeflocken gefangen hat, fand auch schon eine neue Freundin: Annika, im Frühling 2018 geboren und genauso verrückt wie Socke :-). 

Momentan liegt er vor dem Kamin, schnarcht und träumt vielleicht von seinen finnischen Freundinnen Inua und dem Mini-Wander-Malamut Siri:-) .. 

Bis bald..

Socke und Caro

Oulanka-Nationalpark/ Ruka/ Riisitunturi

Samstag, 22.09.2018

Als ich am 13.09. gegen 16.15Uhr von Eräkeskus losgefahren bin in Richtung Ruka in Südlappland, ist es mir wirklich schwer gefallen und auf der Fahrt kreisten die Gedanken..

Aber in Ruka angekommen (14.9., 12Uhr), war es dann nur noch Aufregung und die Packliste vom Wanderrucksack, die mir durch den Kopf gingen. Den Micra ließen wir, auf Hinweis der Rezeptionsdame vom Scandic Hotel, ein Stück unterhalb des Hotels auf dem Stadionparkplatz stehen. Aber dazu später mehr..

40km waren es noch vom Skiort Ruka, übrigens nicht wirklich ansehnlich und halbvoll mit Baustellen, nach Hautajärvi, wo wir vom Parkplatz am offiziellen Visitorcenter des Karhunkierros, welches schon auf dem Polarkreis liegt, loslaufen wollten. Vor dem Start gab es leckeres Lidl-Mixgetränk (Vodka-Lime, nur zu empfehlen! :-)) und 14.30Uhr schritten wir 5 mit den prallvollen Rucksäcken (alle 3 Doggies trugen ihr Futter in eigenen Hunderucksäcken) durch das große Holztor.."tervetuloa - herzlich willkommen" . Ja danke auch, das verging mir ganz leicht beim Anblick des ersten rostigen Wegweisers, wie wir sie täglich noch mehrfach sehen sollten:  0 - 82. 

Der Startpunkt liegt ganz im Nordwesten des Oulanka-Nationalparks, den wir erst Richtung Südosten durchwandern wollten, bis es dann im Bogen an Juuma vorbei, über den Felsenberg Konttainen und die Bergkette bis nach Ruka gehen sollte. Für den Anfang waren nur 7km, also ca. 2h bis zur ersten typisch finnischen Übernachtungsmöglichkeit, einer kleinen Laavu mit Bänken und Feuerstelle. Dort angekommen, hatten wir einen fantastischen Blick auf den Fluss Oulankajoki vor uns.

Ganz ohne Bildbearbeitung, einfach das tolle Licht Südlapplands:

Ein unglaublicher Sonnenaufgang, den wir da mit Instant-Cappu im Schlafsack beobachten konnten.. 

Trotz des Gewichts der Rucksäcke, hatte ich mich entschieden, ein Fließ-Inlet für den Schlafsack mitzunehmen (Hammer-Entscheidung!), und für den ersten Abend den Rest Glühwein von der Probe-Wanderung im Hiidenportti-Nationalpark..ein wenig verrückt muss man sein:-). Wie sich 2h nach unserer Ankunft in der Laavu herausstellte, waren Horden von Wanderern unterwegs und wir hatten ein Riesenglück, dass wir eine 3er-Gruppe mit zwei Hunden überholt hatten und somit die Ersten an der Laavu waren. Nach uns und der besagten 3er-Gruppe, die aber Zelte dabei hatten, kam noch ein Pärchen. Auch diese hatten ein Zelt mit, aber es regnete ab 17Uhr für einige Stunden und nur wir saßen im Trockenen - ohne Zelt, aber im dicken Schlafsack. :-) 

2. Etappe waren am 15.9. 12/13km, welche auch durch Wald, über moosige Flächen und immer mal wieder über Hängebrücken führte. Nach einer Pause an der hochfrequentierten Savonlampi-Hütte, die häufig als Tages-Wanderziel genutzt wird, waren es nur noch 4km bis zur Taivalkongäs-Hütte, die wunderschön unten am Fluss lag und 10/15 Wanderern Platz bot. Meist trafen wir gegen 16Uhr an den Hütten ein und hatten noch freie Platzwahl, aber bis 20Uhr kamen - auch an den Tagen danach - immer wieder Wanderer, die ab 18Uhr jedoch keine freien Schlafplätze mehr vorfanden und zur nächsten Hütte oder Feuerstelle weiterlaufen (und ihr Zelt nutzen) mussten. Fast alle Wanderhütten sind außen mit einem Trockenklo und innen mit einem einfachen Gasherd, ein wenig Geschirr sowie einem Holzofen ausgestattet, für den man Holzscheite direkt daneben vorfindet und aber solche auch wieder vorbereiten sollte für die nächsten Wanderer, damit jeder direkt einheizen kann.  Cooles System, funktioniert super..😊

 

Nach den Auf und Ab's des 2.Tages, war die 3. Etappe (16.9.), zwar länger mit den geplanten 17km, dafür aber auf den ersten 9km bis zum Luontokeskus, dem Visitorcenter mitten im Oulanka-Nationalpark, ein Spaziergang, der ziemlich eben durch wunderschönen Nadelwald führte. Wir waren morgens zeitig wach, sind 8Uhr aus der Taivalkongäs-Hütte los, nachdem wir leckeren Instant-Cappu und Müsli gefrühstückt und alles wieder gepackt hatten, wie es in den kommenden Tagen Ritual (und immer leichter) werden sollte. 10.45Uhr kamen wir am Visitorcenter an und guckten ein wenig blöd wegen den ganzen Leuten und Autos..wie schnell man sich an das Laufen und die wenigen Menschen doch gewöhnt. :-) 

Nach einem Snack, 1h Pause und Füße-hochlegen, ging es auf dem Karhunkierros mit Menschenmengen weiter zur Kiutakongäs, einer riesigen Stromschnelle zwischen Felswänden. Auf diesem belebten Teilabschnitt wurden wir durch die 3 rucksacktragenden Hunde so oft angestarrt und angesprochen, dass ich kurz davor war, Geld zu verlangen. Zum Teil war es wirklich unverschämt, wie Leute glotzen und/oder heimlich Fotos machen, ohne überhaupt zu grüßen oder zu fragen, oder sogar dicht an die Hunde herangehen, ohne sich zu erkundigen, ob es okay ist :-/. Wir waren jedenfalls froh, als es allmählich weniger wurde, nachdem wir von dem kleinen Rundweg, der um das Visitorcenter parallel zum Karhunkierros verläuft, abgebogen sind. Die restlichen 8km zur Anäskamppä-Hütte waren anstrengend, da viel bergauf, trotzdem wunderschön, boten tolle Aussicht, aber da qualmten langsam die Füße..

Hier wurden wir gefragt, ob jmd ein Foto von uns machen darf, wir haben nicht drum gebeten..witzig :-) 

Wenn man beim Fotos-machen selbst noch fotografiert wird.. :-) 

An diesem Abend, als wir schön am Relaxen waren, Fertig-Nudeln im Magen hatten und noch Tee  kochten, beschlossen wir, die restlichen 4 Tage mit den geplanten km auf 3 Tage aufzuteilen und wanderten somit am Folgetag auf der 4. Etappe (17.9.) nicht 7km zum Erholen, sondern 13/ 14km, weil wir so schön im "Flow" waren. .:-)

Die erste Hälfte hatte es echt in sich, war steinig, kraxelig, viel bergauf/ bergab und zudem rutschig. Unterwegs warteten wir sehnsüchtig auf das 41 - 41km-Schild, was unsere Wander-Mitte markiert hätte, es kam aber nicht :-(. Tages-Halbzeit war in der superschön an einem See gelegenen Jussinkampä-Hütte, wo wir 2h Mittagspause machten, bevor es auf die letzten 6/7km ging und wir "unsere" Laavu am Kitkajoki erreichten.

Jack hat gerne Aussicht:-) :

Traute Zweisamkeit:

Am frühen Abend beim Kuscheln..warmhalten muss sein:

Die Nacht in der Laavu war so saumäßig kalt, dass ich trotz 5 Klamotten-Schichten bis 2Uhr nicht geschlafen habe und erst, als ich wirklich bewegungsunfähig wie eine Mumie im Fließ-Inlet eingewickelt im Schlafsack lag, ohne Bibbern schlafen konnte..puh! Lappland ist wirklich schön, aber Ende September ist es nachts in Hütten angenehmer:-).

 Am 18.09. war es ein dringendes Bedürfnis, mit über dem Feuer warm gemachte Wasser erstmal Haare zu waschen, bevor wir auf Etappe 5 (16km) am Ufer des Kitkajoki anfangs tolle Blicke auf den Fluss hatten, wenn wir mal von dem anspruchsvollen, steinigen Weg hochschauen konnten. Ich hatte an diesem Morgen Simones Grönländer Jack am Bauchgurt und dadurch eine "Lokomotive" vor mir, weil er ordentlich im Zug arbeitete, wie immer - ist großartig bei Anstiegen:-).

Zwischendrin wurde es nervig, da rund um Juuma der Pieni Karhunkierros mit 12km als Tages - Wanderweg führte, übervölkert war und wir diesem eine Weile parallel folgen mussten. Die zweite Hälfte nach der Mittagspause zog sich mit 7km wie Kaugummi und wir hatten ein wenig Panik, dass wir in der mit 10 Betten recht klein beschriebenen Hütte gegen 17Uhr keinen Platz mehr bekommen. Es klappte aber doch, allerdings waren es 2 Mini- Hütten mit je 4 Schlafplätzen nebeneinander. Unsere teilten wir uns mit einem Paar, die wir unterwegs schon 2x getroffen und überholt hatten, für die Beiden war es auch ok mit den 3 Hunden. 

Dass der 19.09. mit 15/16km der letzte Tag werden würde, war egtl so nicht geplant, sondern wir wollten uns die letzten 4 bergigen km für den 20.09. vormittags aufheben, um in Ruhe in Ruka anzukommen und das Auto von Hautajärvi holen zu können, bevor wir im Scandic Hotel einchecken.

Anfangs lief es sich wirklich gut, immer auf und ab, aber machbar, mit Aussicht auf Juuma, auf einer Hügelkette entlang - bis wir den Konttainen als hohen, felsigen Berg sahen, von dem man eine Bomben-Rundumsicht auf Südlappland und die bisherigen Km hat. Danach, also die letzten 8/9km waren einfach nur übel...🤮 , eine Schlucht samt Berg nach der Anderen, immer im Wechsel. Wenn man dachte, ein Berg bleibt noch bis zu unserer geplanten Übernachtungshütte, waren es noch drei - es nahm kein Ende:-/. Der letzte zusätzliche km bis zur Laavu, die wir dann aufgrund von mangelndem Wassernachschub ansteuerten, war als Belohnung ein Spaziergang zum Ausruhen :-). Da waren es aber auch nur noch 2km bis Ruka, die wir nach einer Teepause und spontaner Hotelzusatz-Reservierung tatsächlich  gegen 17.15Uhr doch noch in Angriff nahmen..🙈😳

Es ging natürlich bergig weiter - klar, Ruka ist Skigebiet..was haben wir erwartet?! Ca. 1h, 5 Berge, etliche Treppen und unzählige Fluchworte später, müde, aber glücklich passierten wir das 82 - 0km-Schild! We did it!! :-)

Auf dem Konttainen hatte ein Fotograf seine Kamera mit Stativ aufgebaut und fragte uns, ob wir das untere Foto, auf dem wir gerade unten laufen, per Mail haben wollen:

einstellige Rest-km, der Hammer! :-) 

Ein Rentier..Socke war begeistert.. 

Sprungschanze von Ruka:

Torbogen mit Aufschrift "Karhunkierros" 

Am Ziel..:-)

Statt eines ruhigen Abends mit Dusche und nix-tun im Hotel, mussten wir erstmal auf die Polizei warten und Anzeige gegen Unbekannt erstatten, da an meinem Micra, als wir ihn vom Parkplatz holen wollten, das Beifahrerfenster eingeschmissen war und auch die Frontscheibe zwei riesige Steinschläge hatte - shit :-/. Also haben wir mit Mülltüten das Beifahrerfenster abgeklebt, das 2. Auto vom Startpunkt in Hautajärvi geholt und sind am nächsten Morgen, nach einigen Telefonaten mit der Versicherung, nach Kuusamo in die Werkstatt gefahren. Dort werden beide Scheiben repariert/ersetzt, allerdings frühestens am 24.9., wodurch ich erst später als geplant nach Vittangi zur Huskykompaniet fahren kann. Aber dort habe ich Bescheid gesagt und nun sind es hier 2/3 zusätzliche Tage zum Erholen/ Urlaub machen..

Die haben wir dann auch genutzt und den 35km entfernten Riisitunturi-Nationalpark besucht - allerdings nicht zum Wandern, sondern nur zum  ausgiebigen Hundespaziergang.. Wunderschöne Landschaft und tolle Farben! Nur das Panoramafoto lässt sich nicht richtig hochladen. 

Nun ist es nicht mehr lange, ehe es bei der Huskykompaniet mit dem Arbeitsalltag weitergeht. Schwierig und ungewohnt wird der dunkle Winter, aber erstmal freu ich mich auf weitere landschaftliche Eindrücke von Lappland.. :-)

Bis bald, 

Caro und Strumpfi 

Ruderboot-Tour/ Aittokoski/ die letzten Tage:-(

Freitag, 14.09.2018

Nachdem die letzten zwei Tage so voll waren, dass ich nicht zum Blog-schreiben kam, hole ich es jetzt nach.. Der Eintrag hätte am 11.9. rausgehen sollen:-) 🙈🙈

Die Pilzsaison ist seit einigen Wochen eröffnet und wir haben alle abwechselnd fleißig gesammelt, grschnibbelt und die Pilze dann 24h in spezielle Trockenbehälter gelegt, um für die Wintersaison vorzusammeln. Etwa 20 kleine Kisten sind nötig, um alle Eräkeskus - Mitarbeiter und Gäste von Oktober bis März zu "versorgen". . 

Bis gestern waren Gäste aus der Schweiz da, die ebenfalls fleißig Pilze gesammelt haben, zum Teil auch für Pilzrisotto oder Ähnliches zum Abendessen. Rotkappen und Steinpilze in allen Variationen sind schon lecker:-)  

 

In der vergangenen Woche hatte ich alles an Tagesaufgaben in Eräkeskus "zum letzten Mal": Die letzten Tage in der Küche am vergangenen Freitag, Frühstücksbuffet richten, Abendessen vorbereiten etc.. is schon komisch nach 3,5 Monaten :-(.  Dafür gab es ein leckeres Chicken-Curry und Obst auf Blätterteig zum Nachtisch mit eingebackener Schokolade..mmhhhh. 

Am Sonntag und Montag hatte ich frei: nach dem Ausschlafen und faulenzen machen Simone und ich eine Ruderboottour. Bei spätsommerlichen Temperaturen ließ es sich auf dem Wasser schön relaxen in der Sonne.. 

Das Packen schob ich am freien Montag vor mir her, zudem war ein wenig schwierig wegen dem  ganzen Kram im großen Wanderrucksack (für die erste Woche) und meinem restlichen Campingzeug / Gepäck im Auto..also hab ich's bleiben lassen und wir sind stattdessen Sonntag Abend bis Montag Nachmittag noch einmal in die Aittokoski-Hütte gefahren, waren eine Mini-Runde auf dem Karhunpolku wandern (und Pilze suchen) und haben draußen in der Sonne gefrühstückt..😊 

Am Dienstag und Mittwoch kamen für mich die letzten Arbeitstage im NZ und AZ..fühlte sich echt blöd an, vor Allem wegen den Hunden, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind. Viele von Ihnen merkten meine Stimmung und kamen zu eine Extra-Schmuseeinheit heran. Bubbles zum Beispiel wich mir an diesem Tag kaum von der Seite..da fing es natürlich schon an mit den feuchten Augen 😢. 

Und dann kam der letzte Morgen, es ging ans Packen, Aufräumen und Zimmer freimachen. Durchs Ausschlafen und (das letzte Mal) Gassi gehen, kam ich nicht vorwärts und hab erst 13.30 Uhr angefangen, 14.30hr war egtl die geplante Abfahrt - wurde natürlich nix. 🙈

Auto beladen, Zimmerübergabe, alle Welpen  nochmal beschmusen und verabschieden, einen letzten Cappu aus Simones cooler Kapselmaschine - 16.10Uhr sind wir losgefahren, der weiße Van voraus. 200km waren angesetzt, Richtung Norden (Kuhmo, Soumussalmi), damit heute nur noch 220 km bis zum Oulanka-Nationalpark übrig sind.

Dort lassen wir meinen Micra am Ziel in Ruka, fahren mit dem Van zum Start nach Hautajärvi und dann haben wir 6 Tage und 90km mit zwei vollen Rucksäcken und drei Hunden in den schon herbstlich verfärben finnischen Wäldern vor uns..:-)

Die Belohnung sind anschließend zwei Nächte im Scandic Hotel in Ruka, bevor Simone mit Jack und Siri nach Eräkeskus zurückkehrt und ich nach Nordschweden zur Huskykompaniet weiterfahre. Dort verbringe ich den Winter, komme aber Mitte Januar für 2 Wochen wieder "heim" nach Eräkeskus und kann die Hunde endlich am Schlitten erleben..:-)

Bis bald..

Caro und Socke 

Puppie-Update/ Hunde-Trainingsstart/ Hiidenportti-Nationalpark

Dienstag, 04.09.2018

Lange habe ich nichts zu den größeren bzw. älteren Welpenwürfen geschrieben: Mysa wohnt mittlerweile zeitweise wieder im alten Zwinger bei ihren Hundekumpels Zorro, Bruce und Coffee, ihr Sohn Tsar ist schon ein richtig großer, beigebrauner Flitzer geworden und "hängt immer öfter mit seinen Nachbarn, den Bria-Puppies ab". Die 8 haben ordentlich zu ihm aufgeholt in Größe und Gewicht: Happy, Lahja, Saija, Timber, Chili, Pepe, Wanda und Grischa sind doppelt so groß als noch vor drei Wochen, haben riesige Pfoten im Verhältnis zum Rest und sind frech ohne Ende :-). Allerdings sind Happy, Saija und Lahja sehr schmal und sogar zierlicher als die 10Tage jüngeren Welpen von Tosca.

Unten : Tsar (1.6., links) mit einem Teil der Bria-Welpen..:-) 

Bria verschaffte sich immer mal wieder Freizeit und Freilauf durch Klettern aus ihrem Welpen-Zwinger, in dem sie zusammen mit den Puppies wohnt, wobei sie öfters auf der anderen Seite des Eräkeskus - Geländes oder auch irgendwo in der Nähe des Zwinger gesichtet wurde..:-) Auch sie wird langsam, aber fast täglich in ihre alte Gruppe im neuen Zwingergelände integriert, erst stundenweise und seit Montag blieb sie vorerst komplett in ihrer Zwingergruppe. 

Tosca und ihre 7 Racker wohnen immer noch in der Nähe vom Red House, haben einen großen Auslauf und fühlen sich pudelwohl. Auch Tosca darf immer wieder eine Weile in ihre alte Zwingergruppe zurück und Zeit ohne die 7 wuseligen Welpen genießen. Yukon, Finn, Bolle, Leica, Nonni, Viva und Stella haben gleichmäßig zugenommen, sind alle ähnlich groß, aber die beiden Rüden führen deutlich in der Puppie-Gewichtsklasse:-). Bald dürfen sie, wie schon die Bria-Puppies und Tsar, auf ihre erste Gassirunde und somit ein Stück mehr von der Welt entdecken..:-)

Oben links Tosca und Leica, rechts im Vordergrund Bolle, unten Stella Knickohr, ganz unten Viva:

Bei den Kleinen von Liisa hatte ich heute Vormittag ebenfalls das Vergnügen, Fotos für die Homepage machen zu dürfen. War gar nicht so einfach: entweder wuseln sie so sehr rum, dass keine Einzelfotos möglich sind oder sie schlafen alle auf einem Haufen :-). 

Merlin, Buddy, Ellis, Sica, Meryl, (die beigefarbenen) Strike und Charly sowie Ellis

Oben schlafend Sica, unten Merlin. 

Am letzten Samstag bin ich endlich wieder im Joker-Einsatz gewesen, habe mittags die Wand im Flur vom Red Haus gestrichen, eine ganze Weile  Tosca-Puppie-Fotos für die Homepage gemacht, ehe einige Gute zustande kamen, vorher noch das Eräkeskus-Handy im Wald verloren und wieder gefunden... und vormittags durfte ich das absolute Highlight erleben: die erste Trainingsfahrt mit einem 8er-Hundeteam vor dem Trainingswagen!! :-) Vorher wurde für die Helfer beim Einspannen auf kleinen Holztafeln vorgemerkt, wen wir mitnehmen und welcher Hund an welcher Position läuft. Das Einspannen und Vorbereiten dauerte fast ähnlich lang wie erste kurze Trainingsfahrt (knapp 6km) nach der Sommerpause. 

Hat aber riesig Spaß gemacht, die Hunde endlich mal eingespannt laufen zu sehen, wie freudig sie losgeflitzt sind und auch die Vor- und Nachbereitung kennenzulernen. Nach der Trainingsfahrt gab es für alle 8 Hunde ein wenig Fleischsuppe zur Belohnung, bevor es zur wohlverdienten Pause zurück in die Zwinger ging.  

Am vergangenen Sonntag und Montag hatte ich frei, wir hatten schon einige Tage vorher überlegt, zum Hiidenportti-Nationalpark zu fahren..ca 100km Weg, Richtung Nordwesten.

Geplant war eine Strecke von 10/11km mit Zelt-Übernachtung und dieselbe Strecke zurück, zwei Hunde durften mit: einer von Simones Big Ones und Socke.. Da wir für den Oulanka-Nationalpark in 10 Tagen üben müssen, mit schwerem Rucksack längere Strecken zu laufen, packte ich so, dass ich 17/ 18 kg tragen musste. Wenn wir die Rucksäcke in den Pausen abgesetzt haben und ohne einige Meter gelaufen sind, fühlte es sich an, als würde man federleicht fliegen, statt zu laufen:-).

Die Strecke war wirklich schön, anfangs ging an einem Flusslauf entlang, zwischendurch gab es einige Steigungen und abschüssige Etappen und am Ende kam man zum Hiidenportti Gorge, einer beeindruckenden Schlucht. Die Nacht in der Laavu war ein wenig hart, aber gut..:-). Generalprobe für die 6 Tages - Wanderung von 80/ 90km im Oulanka-Nationalpark (14.-20.9.) bestanden..! 

Startfoto, am südöstlichen Ende vom Hiidenportti. Socke trägt seine Portion Trockenfutter selbst und macht das Klasse mit seinem 1kg - Rucksack:

unten: Ziel war die Hiidenportti - Schlucht

Selfie vor dem Start am 2.Tag:

Badepause an einer Laavu-Hütte auf dem Rückweg:

Nach 22 km Fußmarsch in 2x 4h waren wir gestern gegen 15Uhr zurück am Auto und ko, aber glücklich :-). Nachdem wir 16.30Uhr wieder in Eräkeskus ankamen, fielen Socke und Simones Malamute Siri in den Tiefschlaf..wohlverdient:-).

So wie jetzt auch, reicht für heute. 

Bis demnächst..

Socke, der wegen seiner weißen gekringelten und anstehenden Ohrenhaare jetzt öfter "Professor Knopfi" heißt, und Caro

Aittokoski-Hütte/ ab-baden:-) / Mujejärvi - Wanderung

Dienstag, 28.08.2018

Letzten Donnerstag hatte ich, nach 7 Tagen durcharbeiten, endlich wieder frei und wir hatten beschlossen, am Abend zuvor schon in die knapp 30km entfernte Aittokoski-Hütte (nach Norden Richtung Kuhmo) zu fahren, abends bei Wein und Feuer zu entspannen, dann auszuschlafen und wenn wetterbedingt möglich, auf einem weiterem Teil des karelischen Karhunpolku-Fernwanderwegs eine kleine Etappe zu laufen. Daraus ist allerdings durch den bereits nachts einsetzenden Regen nicht wirklich viel geworden :-). Dafür gab es ein tolles spätes Frühstück mit Feuer im Kamin, eine kurze Gassirunde und ganz viel Faul-sein.

Wieder bei Eräkeskus angekommen, musste ich natürlich eine Puppie-Runde drehen, ist ja klar. Die 8 Welpen von Liisa sind jetzt über vier Wochen alt, haben sich farblich toll verändert, sind super gewachsen und so agil, dass es wahnsinnig Spaß macht, zuzusehen, alle durchzuschmusen und zu beobachten, wie sie Stück für Stück die Welt entdecken:-). Die zwei Mädels, Meryl und Sica, sind die Einzigen, denen bisher Namen zugeordnet wurden - bei den sechs Rüden erfolgt das dann in den nächsten Tagen. 

Am den Tagen danach ging die begonnene Renovierung im Red House weiter: Die zu streichende Wand im Bad ist fertig, jetzt hab ich nach und nach die Küche und den Türrahmen der Eingangstür gestrichen, einige Reste in der Küche sind mittlerweile auch erledigt - sieht super aus:-). 

Am Samstag hatte ich wieder frei und hatte längst vor, abzubaden, bei 15° brrrr. Hab es auch wirklich gemacht - ganz schnell! :-D. Sowas wäre Ende August in Mitteleuropa nicht denkbar - da waren es letztes Jahr Anfang Oktober noch einmal fast 25° warm und schön sonnig. Hier sind es tagsüber meist nur noch knapp 20°, nachts ist es schon richtig kalt.. Der August zählt also tatsächlich bereits zum finnischen Spätsommer. Ab halb/ um zehn ist es abends zappenduster, zum Puppies-füttern brauche ich demnächst also schon ein Headlight, also die Kopf-Lampe, die hier als Standardausstattung gilt. Dafür sind es auch am frühen Abend immer noch tolle Lichtverhältnisse, wie man sieht..

Am Sonntag hatten Simone und ich eine Wanderung im Hiidenportti-Nationalpark geplant, eine im Mujejärvi-Wandergebiet ist es schließlich geworden, da eine dieser typischen finnischen Schotterstraßen nach über 30km in einer Sackgasse endete, weil eine eingezeichnete Brücke defekt bzw. gesperrt war:-/.. Also ergab sich - dank unwissendem Google maps-Navi - diese kurzfristige Planänderung und wir haben den Hiidenportti-Nationalpark mit Zelt-Übernachtung auf nächste Woche verschoben..

Es war trotzdem cool im Mujejärvi - Wandergebiet,  welches in der Nähe lag, auch wenn der Weg teilweise mit umhestürzten Bäumen bedeckt und stellenweise ziemlich nass und rutschig war..

 

Chinook ist nicht so Selfie-begeistert, trotz Leckerli:

toller Ausblick:

Abrufen mit Leckerli-Belohnung:

Natürlich haben wir auch diesmal beim Wandern fleißig das Rucksack-tragen geübt, mit ein klein wenig mehr Trockenfutter darin. Socke macht es prima, ärgert sich nur anfangs ein wenig über das Geschirr vom Rucksack. Aber nach 2h ist es genug, dann darf er wieder ohne ihn laufen, er soll sich ja langsam dran gewöhnen.

Wo wir gerade beim Üben sind: Heute Vormittag haben wir, zusammen mit Misu, am Trainingsroller (ähnlich wie ein Cityroller, nur etwas größer, zum mitkicken) die erste Runde im Zuggeschirr gedreht, allerdings hat Socke nur neben Misu mitlaufen sollen, ohne Zug. Daher musste ich am Roller ordentlich mitkicken - und das ohne Frühstück vorher.. Die ersten 2km waren übel, weil er ständig nur spielen wollte, sich verheddert hat und das Geschirr am Körper nicht mochte. Aber danach, als er alle notwendigen "Geschäfte" erledigt hatte und ausgetobt war, habe ich ihn nach dem Freilauf wieder angeleint..und dann lief er richtig gut und easy neben Misu bzw. neben Simone, die auf dem Fahrrad mitfuhr, ein wenig vor mir. Anfangs war ich wirklich kurz davor, abzubrechen, weil ich selbst zuviel von mir/ihm erwartet habe, obwohl ich wusste, dass es Zeit braucht, ehe er ruhiger vor dem Roller oder Fahrrad mitläuft und auch das Zuggeschirr akzeptiert. Daher habe ich in den letzten Wochen immer mal wieder mit Zweithund neben Socke geübt, Fahrrad zu fahren, beide angeleint und ohne toben/spielen. Ja ja, Geduld....ist gar nicht so einfach mit nem "bekloppten Collie" 😬 und ehrgeizigem Frauchen:-). Aber wir kriegen das hin..es hat heute Vormittag am Ende dann echt Spaß gemacht, bergrunter einfach rollen zu lassen und ohne mitzukicken, beide Hunde vor mir, schön gleichmäßig.. Bin gespannt auf weitere Trainingsfahrten - und bis dahin arbeite ich an mir und übe ich Geduld..grmpff!

Bis bald, 

Socke und Caro

Koli-Nationalpark/ Frisbee-Golf / SUP mit Collie

Montag, 20.08.2018

Da ich letzte Woche nur den Mittwoch frei hatte, beschlossen Simone, die am selben Tag frei hatte, und ich, auf den Koli bzw. zum Koli-Nationalpark (liegt am südwestlichen Pielinensee) zu fahren. Bis Lieksa sind es 30km mit dem Auto, von dort ging es per Fähre 1h über den Pielinensee. Am Fuß des Koli angekommen, fuhren/ liefen wir mit dem Fahrrad samt Hunden 3, 5km hoch: oben war ein schöner Rundwanderweg zu den verschiedenen kleinen Gipfeln ausgeschildert, den wir entlangspaziert sind. Auch wenn man es nicht wirklich Höhenmeter nennen konnte:-), gab es von dort oben tolle Aussicht auf die Seen-Landschaft Kareliens und super Fotos bei fast klarem Himmel und Sonnenschein..:-)

Auf der Fähre hinzu:

Männer unter sich, Jack und Socke:

Bergrunter ging es dann wieder mit dem Fahrrad, die Hunde liefen nebenher bzw. Jack vorneweg und anschließend waren wir zu früh vor Abfahrt am Hafen, sodass noch Zeit war, um am See in der Sonne zu relaxen. Auf der Rückfahrt war es ziemlich windig oben auf dem Deck, welches wir für uns hatte, aber es waren alle ko von der Sonne und Fuß-Fahrradmarsch, sodass jeder die ganze Zeit im Halbschlaf und am Sonnenbaden war:-). 

Die Personenfähre hat Mitte August schon Saisonende und fuhr am Mittwoch das letzte Mal. Eilig hatten die es aber nicht, wir brauchten nämlich 80min statt 45min für die Fahrt..finnische Gemütlichkeit lässt grüßen:-).

Aussicht genießen...

Am Tag danach, Donnerstag, bin ich mit Socke gleich morgens los zum Transfer nach Joensuu. Mein Kollege Dennis musste zum Einwohnermeldeamt und Flughafen, da er nun 2 Wochen Urlaub hat und da habe ich gleich die Gelegenheit genutzt und bin anschließend mit Socke auf Gassirunde im Wandergebiet Lykynlampi gewesen. Dort waren immer wieder auch Frisbee-Golf-Körbe zu sehen, das ist ein absolut angesagter Volkssport hier - wir Deutschen hängen da wohl hinterher..:-).

Dabei muss man in einer bestimmten Reihenfolge die nummerierten Körbe (siehe Bilder) mit kleinen Frisbeescheiben treffen, ähnlich wie eine 18-Loch-Reihenfolge beim Golf. In allen finnischen Parkanlagen und Wandergebieten sind diese Körbe angebracht, ist hier extrem verbreitet und sieht witzig aus, wenn die Spieler dabei zu beobachten sind:-). 

Nach dem Spaziergang war das erste Mal ein Großeinkauf in der Metro von Joensuu angesagt: 2h Lebensmittel shoppen..puh - und der ganze Mist auf finnisch ! Wenn man dann nicht weiß, wie die Produkte aussehen, wird es echt schwierig..:-/  13.30Uhr habe ich mit Socke gechillte Mittagspause gemacht und saß mit Pringles auf einer Wiese in der Sonne, bevor wir zum Prisma für ein kurzes privates Shopping fuhren. Ein paar Deko-Artikel und Läufer für das Bad vom Red Haus standen auf der Liste. Erfolgreich abgearbeitet :-).

Auf dem Rückweg fiel mir auf, dass es schon Mitte August ist.. Mit jeder Woche, die vergeht, rückt meine Abreise nach Nordschweden näher, jetzt habe ich nur noch einen Monat hier :-(, ist schon traurig - zumal sich Ungeahntes entwickelt hat, was mich sehr ungern weiterfahren lässt. Daher habe ich beschlossen, eine Planänderung einzubauen und im Januar für 2 Wochen wiederzukommen. Nach meinem langen Aufenthalt bei der Huskykompaniet in schwedisch Lappland und vor dem WWOOFen in Norwegen, habe ich so die Möglichkeit, einen Teil der Winter-Saison sowie die Hunde am Schlitten zu erleben, nachdem ich jetzt alles im Sommer kennenlernen durfte :-). 

Da der Countdown bis zur Abreise läuft, war ich am Freitag Nachmittag endlich mal Standup - Paddeln mit Socke. Wir haben es erst im flachen Wasser in der Hocke probiert, dann im Stehen :-). Er hat sich super angestellt und wollte kaum noch runter..  Nur beim Tragen des Boards runter an den See war er nicht wirklich "behilflich" bzw. lieb, sondern wollte hineinbeißen. Ist halt echt groß und schwer, diese gelbe Ungetüm..

 Teil 2 des Trainings funktionierte dann auch im Stand, nur das Geräusch der Wellen unter dem Bord machte ihm ein wenig Angst. Aber wir perfektionieren unsere Technik in den nächsten Tagen weiter und dann gewöhnt er sich an die Geräusche.. Es bleibt spannend, wie weit und ob wir weiter auf den See hinauspaddeln können:-).

Abends war er groggy - so wie jetzt auch, von der Hunde-Runde mit dem 5er-Rudel durch den Wald..

Bis bald, 

C und S

 

Socke als Autor..Hundisches Update

Montag, 13.08.2018

Puh, in den letzten zwei Tagen war soviel (faules) Freizeitprogramm, dass Frauchen und ich irgendwie zu nix kamen, außer faulenzen, bürsten, spazieren und lange schlafen.. :-)

Apropo schlafen: Neulich war ich so begeistert von meinem Frühstück nach dem Ausschlafen, da stand nämlich morgens plötzlich mal kurz ein Teller mit Croissants und Apfeltaschen auf dem Bett - wow! :-) Und als keiner hinschaute, hab ich unauffällig einen gemopst. Blöderweise hat Frauchen es sofort gemerkt und tierisch geschimpft..grrmppfff, ich musste dann eine Weile draußen bleiben:-/. 

Später am Nachmittag durfte ich mit meinen Hunde-Freunden zusammen im Garten spielen. Besonders den großen faulen und den kleinen faulen Malamute mag ich sehr, aber die wollen nur manchmal toben:-). Da hab ich halt Löcher unter der Veranda gebuddelt, während Frauchen mit den beiden schmuste..die tollen Löcher kamen aber nicht ganz so gut an.. 

Mit der kleinen Grönländer-Dame Inua kann ich gerade auch nicht spielen, die hat seit Mittwoch so nen blöden, unförmigen Kragen um und schiebt deswegen öfter Grummel-Laune. Also tausche ich zwischendurch mal meine Lieblingsfreundin von den 3 Mädels :-). Der große faule Malamute Misu war am Samstag gar nicht so faul, sie hat nämlich aus der Küche zwei Äpfel geklaut und gemampft, die liebt sie:-)..obwohl ich nicht gepetzt, habe, kam es ans Tageslicht. Wir Rudel-Hunde sollten nämlich am späten Samstag Nachmittag ein kleines Nickerchen machen, weil Frauchen mit dem Ruderboot hinaus auf den See wollte. Dafür hat sie in der Küche die Äpfel gesucht beim Boot-Rucksack packen - aber mit Misu schimpfen ging dann nicht mehr, das war zu spät. hihi  Aber sie kam mit guter Laune wieder, weil das Wetter toll war..

 

Bei genauso tollem Wetter sind wir heute früh auf der Morgenrunde unterwegs gewesen, aber komischerweise ändern sich da schon die Farben von dem Grünzeug..manche Blätter verfärben sich schon gelb, hab ich beim Herumschnuffeln gesehen - und das bereits im August! 😳

Aber soll mir ja recht sein, war mir eh ein wenig zu warm in den letzten Wochen. Ich freu mich auf den Herbst, auch wenn Frauchen im August nicht so gern schon die Fließjacke rausholt, grummelte sie nämlich heute früh..hab es gehört:-)

 September wollen wir im Oulanka-Nationalpark eine 5-Tages-Trekkingtour über 80km machen, da wäre es toll, wenn es kühler ist. Für diese Wanderung darf ich seit einigen Tagen ab und zu mit meinem leeren Hunderucksack Gassi gehen, zum Üben, denn irgendwann sollen da mal 2/3 Rationen Trockenfutter für mich rein, damit Frauchens Wanderrucksack nicht so schwer ist. Steht mir ganz gut, oder? :-) 

Bis bald, 

Strumpfi

 

Himbeergarten/ Big Ones/ Tiilikkajärvi NP

Montag, 06.08.2018

Im Laufe der vergangenen Woche habe ich mit Anja, die mit Frank, der seit 4 Jahren jeden Winter bei und für Eräkeskus arbeitet, für eine Woche hier zu Besuch war, den Himbeergarten am Red Haus nach und nach eigenhändig "eingezäunt ". Wir kamen uns beim Wuchten und Rollen der ganzen Baumstämme vor wie Kandidaten bei der Sat-Show "The biggest Looser" :-). Dazu bzw. währenddessen wurde es uns durch 1000e der fiesen ganz kleinen Mücken fast unmöglich gemacht, die Augen offen zu halten - irgendwie gelangen die in jede Öffnung, wodurch man automatisch welche schluckt:-/..

So allmählich ist besagter Himbeergarten nun auch ausgeholzt, ein wenig eingebunden und war längst reif für die zweite Ernte: Vanilleeis mit Sahne und Himbeeren schmeckt super! 

Die schwarze Bank auf dem zweiten Bild war die, die ich neulich zusammengebaut hatte: von der hat man einen prima Ausblick auf den See - und jetzt auch nach links in die Himbeeren;-). Der Baumstamm davor ist eine tolle Fußbank: beides wird abends beim Glas Wein regelmäßig benutzt..

Vor und nach dem Herrichten und Ernten standen Zwingerdienst samt Freilauf und Reparaturen auf dem Plan: Bodenbretter in einzelnen Zwingern mussten ausgetauscht, zugesägt und befestigt werden, das Bade - Kanu im Hunde - Auslauf hatte es nötig, gereinigt zu werden samt Wasserwechsel und eine "kleine" Runde füttern (knapp 70 Hunde) bildete den Abschluss - wenn man von der zu streichenden Wand in einem der Badezimmer absieht. Es gibt hier immer und überall irgendwas zu tun:-). Dabei vergesse ich fast, dass es nur noch fünf Wochen sind, die ich hier bin :-(. Am 14.09. geht es weiter nach Merasjärvi in Lappland, zur Huskykompaniet. Dort wartet ein kleinerer Kennel mit nur 60 Hunden auf Helferlein..

Aber noch genieße ich den Sommer und die Zeit hier in vollen Zügen: Am Samstag Abend haben wir die Puppies von Tosca besucht und die am Zwinger liegende "Welpen-Freilaufzone" für ein Weile aufgemacht. Das bedeutet, die Wusel konnten raus in einen großen eingezäunten Bereich mit Waldboden, Wurzeln, Holzstämmen - nachdem alle Winzlinge ca. 10min gebraucht haben, um die kleine Rampe runterzukommen und immer wieder umgedreht sind, war dann richtig Action beim Entdecken angesagt, soo goldig :-)! 

Gestern, also Sonntag Vormittag habe ich versucht, auszuschlafen, was bis 7.45Uhr geklappt hat, immerhin! :-) Später war ich mit Simones "Big Ones" und Socke auf Gassi-Runde unterwegs..so langsam komme ich klar mit drei Leinen, wobei Socke anfangs frei lief und ich ihn erst auf dem letzten Stück bei Chinook angeleint habe, was aber prima funktionierte, weil Socke vorher schon ordentlich ausgetobt war:

Mittags ging es dann gestern noch los zum Tiilikkajärvi - Nationalpark, etwa 110km Fahrt Richtung Westen..mit meinem Micra, Essensvorrat, Badesachen und Campingzeug. Ab dem Parkplatz waren es nur 4km Wanderung bis zur Feuerstelle, an der die Übernachtung geplant war.. Nach vier Wochen Stehen brauchte der Micra drei Versuche, ehe er anspringen wollte. Das kann nach der  langen Winterfahrpause ja heiter werden..

So sieht es aus, wenn Frauen (mit nur einer Übernachtung!) reisen und baden waren - alles oben, damit Socke es nicht klaut:-)..

Abends gab es, obwohl Regen angesagt war, einen wunderschönen Sonnenuntergang, den Inua, Socke's Freundin, verschlafen hat..:-) 

Während die Hunde allmählich ruhiger wurden, konnten wir ein kleines Lagerfeuer anzünden, um nach dem Essen die Füße daran zu wärmen und die hereinbrechende Nacht über dem See zu beobachten. Nach den hellen Sommernächten um Juni/ Juli ist sowas auch mal wieder schön..

Auf dem Rückweg zum Parkplatz heute Vormittag war es dann, was die tobenden Hunde aber nicht störte, schon ein wenig kälter - es hatte nämlich fast die komplette Nacht geregnet und durch zwei mittelgroße Doggies im Zelt war es ziemlich eng, sodass man automatisch oft an die Außenwände kam. Naja, die Klamotten trocknen ja wieder :-). Ich mag es trotzdem, im Zelt zu schlafen und hab es nach über zwei Monaten genossen, trotz Regen und nur Halbschlaf..

Auf dem Heimweg gab es noch einen Abstecher nach Rautavaara, ist ein süßes kleines Örtchen mit Charme und einer kleinen Kirche. 

Vorhin war dann, neben Klamotten trocknen, für mich und Socke Mittagsruhe angesagt..ist schon was Feines..:-)

Bis bald..

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